Leitlinien globales lernen



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LEITLINIEN GLOBALES LERNEN 

Diese Leitlinien des Globalen Lernens sollen als gemeinsames Werkzeug dienen 

und die PraktikerInnen des Globalen Lernens in ihrer Arbeit unterstützen.

Die Leitlinien Globalen Lernens sind auf Initiative des Nord-Süd-Zentrums des 

Europarats entstanden, die mit Hilfe von Expertinnen und Experten des 

Netzwerkes der Global Education Week erstellt wurden.

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LEITLINIEN GLOBALES LERNEN 

EIN HANDBUCH FÜR LEHRENDE FÜR DAS VERSTÄNDNIS UND DIE UMSETZUNG VON GLOBALEM LERNEN 

NORD-SÜD-ZENTRUM DES EUR

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ARA


TS

2

LeitLinien GLobaLeS Lernen

Konzepte und MethodiK deS Globalen 

lernenS für lehrende und politiSche  

entScheidunGSträGerinnen

Erstellt durch das Netzwerk der Global Education Week

unter der Leitung des Nord-Süd-Zentrums des Europarats

Herausgeber: Nord-Süd-Zentrum des Europarats

Autoren und Autorinnen: Arbeitsgruppe Leitlinien Globalen Lernens - 

Alicia Cabezudo, Christos Christidis, Miguel Carvalho da Silva, Valentina Deme-

triadou-Saltet, Franz Halbartschlager, Georgeta-Paula Mihai

Koordinator: Miguel Carvalho da Silva

Lissabon

1. Edition 2008

2. Edition 2012


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inhalt


inhaLt

Vorwort & Danksagungen

Einführung

Hintergrund

Kapitel A – Was ist Globales Lernen?

Definitionen und Erklärungen

Globales Lernen als transformativer Lernprozess

Kapitel B – Warum Globales Lernen?

Unsere Welt: eine globalisierte Welt

Lernen als Beitrag für unsere globale Gesellschaft 

Ziele


Kapitel C - Konzepte

Wissen – empfohlene Inhaltsbereiche

Fähigkeiten

Werte und Einstellungen



Kapitel D - Methodologie

Grundlagen für die Methodologie des Globalen Lernens

Methodische Ansätze für das Globale Lernen 

Wichtige Aspekte bei der Ausübung von Globalem Lernen

Methoden für Globales Lernen

Kriterien für die Planung und Evaluierung des Globalen Lernens

Kriterien für Auswahl und Evaluierung der Lernmaterialien

Kriterien bei der Erstellung von Lehrplänen im formalen und non-formalen Bereich

Evaluation

Kapitel F – Bibliografie und Referenzen

Referenzen

Literaturhinweise zu Globalem Lernen

Bildungsressourcen des Europarats



 

Anhang 1 – Maastrichter Erklärung zu Globalem Lernen 

Anhang 2 - Charta des Globalen Lernens

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Vorwort & danksagungen

Vorwort & DankSaGunGen

dieses dokument soll einerseits ein leitfaden für das Verständnis und die umsetzung von Globalem lernen 

sein, andererseits aber auch als pädagogisches lehrmittel dienen, damit ansätze für Globales lernen dort, 

wo diese noch nicht vorhanden sind, geschaffen und bereits vorhandene ansätze weitergeführt werden. bei 

der inhaltlichen Gestaltung wurden gängige praktiken und erfahrungsberichte ebenso berücksichtigt wie 

kulturelle, geographische, soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten.

der Grundgedanke dahinter ist, dass lernprozesse in formellen und informellen bereichen den Weg zu 

einem besseren Verständnis einer immer stärker globalisierten Welt ebnen.  außerdem behandelt dieser text 

wichtige fragen zur beruflichen Verantwortung von lehrenden und zur rolle von Schulen und verschiedenen 

organisationen und institutionen. dabei soll ein globales bewusstsein und Wissen über probleme rund um 

lehrpläne sowie über informelle projekte und tätigkeiten geschaffen werden.

die autorinnen und autoren möchten ihre zufriedenheit nicht nur über die enge zusammenarbeit bei der 

erstellung dieser richtlinien ausdrücken, sondern auch darüber, dass die diskussion über die entwicklung 

des Globalen lernens, zu der sie beitragen konnten, angeregt wurde, da die leitlinien des Globalen lernens 

die perspektiven vieler verschiedener beteiligter reflektieren. es war eine herausforderung und auch eine 

bereicherung, verschiedene und manchmal gegenteilige ansichten und Meinungen in diesem text zu vereinen.

ein herzliches dankeschön an alle, die zur umsetzung dieses dokuments beigetragen haben, insbesondere 

an die Mitglieder und partnerinnen des netzwerks der Global  Education Week, die sich freundlicherweise 

bereit erklärten, sich als „kritische freunde“ zu beteiligen.


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einführung

einführunG

die leitlinien des Globalen lernens wurden von expertinnen und experten aus dem netzwerk des nord-

Süd-zentrums - das netzwerk der Global education Week (GeW) – erstellt. dahinter stand das bedürfnis 

nach einem gemeinsamen Werkzeug, das auf den erfahrungen des netzwerks und seiner partnerinnen 

aufbaut und den im bildungsbereich tätigen personen dabei helfen soll, Globales lernen zu verstehen und 

umzusetzen.

diese leitlinien sollen:



Globales Lernen stärken;



an bisherige Erfolge Globalen Lernens anknüpfen;



PraktikerInnen in formaler und non-formaler Bildung durch die Einführung allgemeiner Elemente des 



Globalen Lernens unterstützen, die diese ihren Erfahrungen und Bedürfnissen gemäß weiterentwickeln 

können; 



bestehende Konzepte und Methoden des Globalen Lernens aufzeigen;



im Bildungsbereich tätige Personen dabei unterstützen, die eigene Rolle im Globalen Lernen zu 

reflektieren und stärker im eigenen Bewusstsein zu verankern;



den Austausch von Methoden des Globalen Lernens fördern und Synergien zwischen Stakeholdern 



bilden;



einen Beitrag zur lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Bildungspolitik leisten.

durch



die Methodik und den inhaltlichen Rahmen des Globalen Lernens, verwandte Methoden und 



Bewertungskriterien;



den Austausch bestehender Methoden, Werkzeuge, Materialien und Literatur.

die leitlinien des Globalen lernens sind ein projekt des Global education programme des nord-Süd-

zentrums im europarat. ein team von praktikerinnen des GeW-netzwerks hatte als autorinnen- und 

autorenteam den auftrag, einen entwurf für leitlinien des Globalen lernens zu erstellen.

beim Schreibprozess wurde eine partizipative Methode angewandt, welche die praktikerinnen Globalen 

lernens mit einbezog. diese nachfolgend aufgeführten expertinnen und experten sind auch in die arbeit 

des nord-Süd-zentrums in den bereichen Globales lernen und Jugend eingebunden:



das GEW-Netzwerk: während des jährlichen Planungsseminars (Lissabon, März 2007)



die Programmkoordinatorinnen und -koordinatoren des Nord-Süd-Zentrums (Global Education und 



Youth Programme, Intercultural Dialogue Programme)

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einführung



eine Mentorengruppe, bestehend aus europäischen und internationalen Partnerinnen und Partnern des 

Nord-Süd-Zentrums, 2008



ein Team von Trainerinnen und Trainern für „Training for Trainers – Let’s get Glocal - Bringing Global 



Education to our Networks” (Nord-Süd-Zentrum des Europarats in Zusammenarbeit mit AEGEE, 

EFIL, YFU, CCIVS, IWO und Youth for Exchange and Understanding-YEU, Mollina University on Youth & 

Development, November 2008)

im folgenden dokument werden bestimmte themen behandelt,



1. 

um grundlegende Fragen Globalen Lernens zu klären,

2. 

um Strategien zur Entwicklung von Inhalten zu empfehlen,

3. 

um Ziele, Fähigkeiten, Werte und Einstellungen anzuregen,

4. 

um Orientierung bezüglich Methoden sowie Gestaltung und Evaluierung von Lehrplänen zu bieten,

5. 

um nützliche Kontakte, Links und Literatur aufzulisten.

die arbeit an den leitlinien des Globalen lernens sollte nie als abgeschlossen gelten. Vielmehr sollten sie 

regelmäßig überprüft und mit neuen ideen und Methoden der Stakeholder ergänzt werden, die auf ihre 

erfahrungen zurückgreifen.

neben einer gedruckten Version stehen die leitlinien elektronisch auf der internetseite des nord-Süd-

zentrums zur Verfügung. diese elektronische Version enthält einen zusätzlichen abschnitt mit nützlichen 

links zum Globalen lernen, die regelmäßig aktualisiert werden.


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hintergrund

hinterGrunD

daS nord-Süd-zentruM deS europaratS

das nord-Süd-zentrum, offiziell als „europäisches zentrum für globale interdependenz und Solidarität“ 

bezeichnet, ist ein teilabkommen des europarats. auf Grundlage der resolution 14, die das Minister- 

komitee des europarats am 16. november 1989 verabschiedete, wurde das europäische zentrum für 

globale interdependenz und Solidarität 1990 in lissabon gegründet.

das nord-Süd-zentrum des europarats hat den auftrag, einen rahmen für europäische zusammenarbeit 

zu bieten, in dem die Öffentlichkeit für globale herausforderungen sensibilisiert und eine politik der 

Solidarität gefördert werden. diese politik soll mit den zielen und Grundsätzen des europarats – achtung 

der Menschenrechte, demokratie und sozialer zusammenhalt – vereinbar sein. die arbeit des nord-

Süd-zentrums beruht auf drei prinzipien: dialog, partnerschaft und Solidarität. regierungen, parlamente, 

Kommunal- und regionalbehörden und zivilgesellschaftliche organisationen nehmen am Quadrilog teil 

und sind in die arbeit des zentrums eingebunden. das zentrum führt Studien durch und veranstaltet 

diskussionsrunden, Workshops und Schulungskurse. es vermittelt begegnungen von akteurinnen und 

akteuren mit unterschiedlichem erfahrungsschatz aus verschiedenen ländern und ermöglicht, an 

gemeinsamen fragestellungen zu arbeiten und die bildung von netzwerken zu fördern.

die arbeit des nord-Süd-zentrums umfasst zwei bereiche: 



Sensibilisierung der EuropäerInnen für globale Herausforderungen mithilfe von Bildungs- und 



Jugendprogrammen;



Förderung einer Politk der Solidarität zwischen Nord und Süd durch Dialog zwischen Europa, den Ländern 



des südlichen Mittelmeerraums und Afrika auf Grundlage der Ziele und Grundsätze des Europarats.

daS Global education proGraMMe deS nord-Süd-zentruMS

das nord-Süd-zentrum hat das ziel, Strategien des Globalen lernens zu entwickeln, zu verbessern und zu 

etablieren sowie das Wissen über Globales lernen zu erweitern. dabei werden insbesondere institutionen 

und praktikerinnen des Globalen lernens in formaler, non-formaler und informeller bildung einbezogen. 

diese arbeit basiert auf der überzeugung, dass Globales lernen eine ganzheitliche “bildungsarbeit [ist], die 

den blick und das Verständnis der Menschen für die realitäten der Welt schärft und sie zum einsatz für eine 

gerechtere, ausgewogenere Welt mit Menschenrechten für alle aufrüttelt”

1

 . Somit umfasst Globales lernen 



“entwicklungspolitische bildungsarbeit, Menschenrechtserziehung, nachhaltigkeitserziehung, bildungsarbeit 

für frieden und Konfliktprävention sowie interkulturelle erziehung, also die globalen dimensionen der 

staatsbürgerlichen bildung”

2

 .



1 “Maastrichter erklärung zum Globalen lernen“. übersetzung des bMz aus dem englischen. die definition wurde ursprünglich während des GeW-

netzwerk-treffens vom 28.-31. März 2002 in zypern formuliert.

2 siehe fußnote 1


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hintergrund

das Global education programme des nord-Süd-zentrums fördert, verbessert und vertieft diese art der 

bildung in den Mitgliedsstaaten des europarats und in der Welt. das programm basiert auf empfehlungen 

und ergebnissen der Konferenzen des nord-Süd-zentrums in athen (1996), budapest (1999) und Maastricht 

(2002).


die idee einer charta des Globalen lernens für die Mitgliedsstaaten des europarats entstand beim 

internationalen Workshop  Partnership on Global Education - Global Education in Secondary Schools, der vom 

nord-Süd-zentrum und dem Ministerium für nationale bildung und religion der hellenischen republik 

im März 1996 in athen veranstaltet wurde. die „Global education charter” wurde 1997 als erstes 

referenzdokument des nord-Süd-zentrums zum Globalen lernen herausgegeben.

Seit der Konferenz Linking and Learning for Global Change im Juni 1999 in budapest ist im umfeld des 

nord-Süd-zentrums ein netzwerk entstanden, das expertinnen und experten der Mitgliedsstaaten des 

europarats ermöglicht, Strategien und Methoden zur förderung und Verbesserung Globalen lernens 

auszutauschen. nach seiner institutionalisierung kam das GeW-netzwerk im Jahre 2000 zum ersten Mal in 

lissabon zusammen.

das Konzept der Vernetzung wird durch die Global education Week unterstützt, die als jährliche, europaweite 

auftaktveranstaltung das bewusstsein schärfen und die praktische umsetzung Globalen lernens im formalen, 

non-formalen und informellen bildungsbereich fördern soll.

die Global education Week wird mit unterstützung des GeW-netzwerks koordiniert. Sie wird durch eine 

interaktive internetseite und einen regelmäßig erscheinenden elektronischen newsletter ergänzt.

beim jährlich stattfindenden planungsseminar der Global education Week, einem netzwerk-treffen zum 

austausch von Strategien zur förderung und  Verbesserung Globalen lernens, wird dieser  Vernetzungs-

prozess evaluiert. im rahmen dieses Seminars wird auch über das Schwerpunktthema der Global education 

Week im darauffolgenden Jahr entschieden.

im Jahre 2002 rückte der vom nord-Süd-zentrum und seinen partnerinnen und partnern veranstaltete 

Kongress über Globales lernen in Maastricht die thematik noch mehr in den Mittelpunkt. er brachte 

politische entscheidungsträgerinnen und praktikerinnen zusammen, die einen europaweiten strategischen 

rahmen zur Verbesserung und förderung Globalen lernens bis 2015 erörtern sollten. daraus entstand die 

Maastrichter erklärung zum Globalen lernen.

Schon während die leitlinien des Globalen lernens erstellt wurden, hat das nord-Süd-zentrum entschieden

dass diese, zusammen mit bereits vorhandenen rahmenkonzepten, wie beispielsweise die Maastrichter 

erklärung zum Globalen lernen, die basis für einen Konsultationsprozess bildeten, den das nord-Süd-

zentrum im Jahre 2008 in Gang setzte. dieser führte im Mai 2011 zur Verabschiedung der Empfehlung 



9

hintergrund



zur Bildung für globale Interdependenz und Solidarität durch das Ministerkomitee des europarats. diese 

empfehlung ist die erste europäische rechtsnorm zum Globalen lernen und fördert Globale bildung in 

den Mitgliedsstaaten des europarats. Sie wird die Grundlage für die arbeit des zentrums in einem seiner 

wichtigsten aufgabenbereiche bilden und das sowohl in europa als auch im rest der Welt.

das nord-Süd-zentrum des europarats und die europäische Kommission vereinbarten, sich gemeinsam 

für die förderung von Globaler bildung und Jugendaktivitäten in europa und darüber hinaus einzusetzen. 

um diese übereinkunft schriftlich festzuhalten, haben die beiden institutionen am 28. november 2008 ein 

gemeinsames abkommen unterzeichnet. dieses abkommen zielt darauf ab, durch den einsatz wichtiger 

Stakeholder im bereich des Globalen lernens die Öffentlichkeit für das thema zu sensibilisieren und die 

entwicklungszusammenarbeit sowie das erreichen der Millenniums-entwicklungsziele zu fördern.  das projekt 

beinhaltet insbesondere zwei zielsetzungen: zum einen soll Globales lernen in den neuen Mitgliedsstaaten 

der europäischen union gestärkt,  zum anderen die deutsch-afrikanische Jugendzusammenarbeit im rahmen 

der Strategie der eu für afrika gefördert werden.  auf diesem Wege sollen hauptsächlich akteurinnen und 

akteure der zivilgesellschaft und lokale behörden als unterstützerinnen gewonnen werden.

das Global education programme beruht auf den empfehlungen der resolution 1318 (2003) der 

parlamentarischen Versammlung des europarats. darin wird den Mitgliedsstaaten empfohlen, „globale 



Bildung zu fördern durch verstärkte Sensibilisierung der Öffentlichkeit für eine nachhaltige Entwicklung unter 

Berücksichtigung der Tatsache, das[s] weltweite Bildung von grundlegender Bedeutung für alle Bürger ist, um das 

Wissen und die Kenntnisse zu erwerben, damit sie sich an unserer globalen Gesellschaft als mündige Weltbürger 

beteiligen und sich kritisch mit ihr auseinander setzen können“

3

. das programm ist eine ergänzung der aktionen, 

welche die Generaldirektion bildung, Kultur, Kultur- und naturerbe, Jugend und Sport des europarats in den 

bereichen der demokratie- und der Menschenrechtserziehung durchgeführt hat.

die zielsetzungen des Global education programme sind auch bestandteil der un-dekade „bildung für 

nachhaltige entwicklung“. Mit hinweis auf die Milleniums-entwicklungsziele soll dieses programm durch 

bildung von partnerschaften und netzwerken den austausch zwischen politischen entscheidungsträgerinnen, 

zivilgesellschaftlichen organisationen und weiteren expertinnen und experten erleichtern.

zehn Jahre nach dem europaweiten Kongress in Maastricht entstand die notwendigkeit eines dialogs, um 

die bereits erreichten ziele von Globaler bildung und die sich ständig verändernden Gegebenheiten in der 

Welt zu reflektieren und die entstehenden sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen herausforderungen 

anzusprechen. Vor diesem hintergrund hatten sich das nord-Süd-zentrum, das Global education network 

europe (Gene) und concord dazu entschlossen, vom 27. bis 28. September 2012 den zweiten 

3 unterrichtung durch die delegation der bundesrepublik deutschland in der parlamentarischen Versammlung des europarats über die tagung der 

parlamentarischen Versammlung des europarats vom 27. bis 31. Januar 2003 in Straßburg. im internet zu finden unter: http://dipbt.bundestag.de/

dip21/btd/15/008/1500857.pdf#page=8.



10

hintergrund

europäischen Kongress zum Globalen lernen: Education, Interdependence and Solidarity in a Changing World in 

lissabon zu veranstalten. dieser Kongress hatte zum ziel, die förderung und Weiterentwicklung Globaler 

bildung bis 2015 und darüber hinaus sicherzustellen. Gleichzeitig wurde auf die empfehlung zur Bildung über 

globale Interdependenz und Solidarität aufmerksam gemacht und die Mitgliedsstaaten bekamen Möglichkeiten 

aufgezeigt, um eigene normen auf dem Gebiet des Globalen lernens zu definieren.



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k a p i t e L   a   

 

waS iSt GLobaLeS Lernen?



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Was ist Globales lernen?

definitionen und erKlärunGen

Globales Lernen ist ein bildungskonzept, das darauf basiert, dass Menschen heute in einer zunehmend 

globalisierten Welt leben und interagieren. daher muss bildung lernenden die Möglichkeit bieten, die eigene 

Meinung und rolle in einer globalen und vernetzten Gesellschaft zu reflektieren und andere Menschen 

daran teilhaben zu lassen. Gleichsam müssen auch dazu notwendige fähigkeiten vermittelt werden. bildung 

sollte außerdem das Verständnis für und den diskurs über die komplexen zusammenhänge zwischen 

sozialen, ökologischen, politischen und wirtschaftlichen themen fördern. dadurch können neue denk- 

und handlungsweisen gewonnen werden. Jedoch sollte das Konzept des Globalen lernens nicht kritiklos 

angenommen werden, da es in der bildung gerade im umgang mit globalen themen immer Widersprüche

Spannungen, zweifel und verschiedene auffassungen geben kann.

für Globales lernen gibt es viele definitionen. in der Maastrichter erklärung zum Globalen lernen (2002) 

steht:

Globales Lernen

 bedeutet Bildungsarbeit, die den Blick und das Verständnis der Menschen für die Realitäten 

der Welt schärft und sie zum Einsatz für eine gerechtere, ausgewogenere Welt mit Menschenrechten für alle 

aufrüttelt.



Globales Lernen

 umfasst Entwicklungspolitische Bildungsarbeit, Menschenrechtserziehung, Nachhaltigkeitserziehung, 

Bildungsarbeit für Frieden und Konfliktprävention sowie interkulturelle Erziehung, also die globalen Dimensionen der 

staatsbürgerlichen Bildung.

in zahlreichen internationalen dokumenten wird Globales lernen als Konzept thematisiert. nachfolgend 

einige auszüge aus diesen dokumenten, die das projekt individuell beschreiben und bereichern:



Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

die bildung muß auf die volle entfaltung der menschlichen persönlichkeit und auf die Stärkung der achtung 

vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, toleranz und 

freundschaft zwischen allen nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der 

tätigkeit der Vereinten nationen für die Wahrung des friedens förderlich sein.

artikel 26, Vereinte nationen, Generalversammlung, San francisco, 10. dezember 1948

http://www.ohchr.org/en/udhr/documents/udhr_translations/ger.pdf


13

Was ist Globales lernen?



Empfehlung über Erziehung für internationale Verständigung, Zusammenarbeit und Frieden 

sowie Erziehung bezüglich der Menschenrechte und Grundfreiheiten

die bildung soll auf die volle entfaltung der menschlichen persönlichkeit und auf die Stärkung der achtung 

der Menschenrechte und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie soll Verständnis, toleranz und freundschaft 

zwischen allen Völkern und allen rassischen oder religiösen Gruppen fördern und die tätigkeit der Vereinten 

nationen zur aufrechterhaltung des friedens unterstützen. 

uneSco, Generalkonferenz, paris, 19. november 1974

http://www.unesco.de/456.html


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